Atempause mit Perspektive

Eine Entwicklungsauszeit für Jugendliche

Was wir Ihnen bieten

Die «Atempause mit Perspektive» ist eine zeitlich begrenzte, unterstützende Massnahme, v.a. für Jugendliche, die im schulischen Alltag aktuell durch anhaltend herausforderndes oder störendes Verhalten stark auffallend sind und das Umfeld überfordern.

Sie dient nicht der Sanktionierung, sondern der Entlastung, Stabilisierung, Reflexion und Entwicklung. Ziel ist es, die Lern- und Beziehungsfähigkeit der Jugendlichen zu stärken und eine erfolgreiche Rückkehr in den Klassenverband zu ermöglichen.

Einsatzdauer: 1 - max. 4 Wochen

Wichtig: Es handelt sich um ein niederschwelliges Angebot. Somit liegt das Hauptaugenmerk auf dem Erfüllen klar definierter Arbeitsaufträge und entsprechender Reflexion. 

Willkommen bei "Atempause mit Perspektive"! Wir bieten eine zeitlich begrenzte, unterstützende Massnahme für Jugendliche, die im schulischen Alltag disziplinarische Schwierigkeiten aufweisen und eine Auszeit benötigen, um sich und das ganze Umfeld zu entlasten und mit einer sinnvollen Tätigkeit, entsprechender Unterstützung und Reflexion zurück in die Schul-Strukturen zu finden. 

Überblick

Ausgangslage

Vor allem in der Sekundarstufe treffen oft pubertäre Entwicklungsprozesse, steigende Leistungs- anforderungen und komplexe soziale Dynamiken aufeinander. Herausforderndes Verhalten kann Ausdruck von Überforderung, fehlender Selbstregulation oder ungelöster Konflikte sein. Die daraus resultierenden Störungen beeinträchtigen die Qualität und das Erreichen der verlangten Lernziele im Unterricht für die ganze Klasse und stellen eine Belastung für die Lehrpersonen sowie die Mitlernenden dar. Wenn pädagogische Regelmassnahmen nicht ausreichend greifen, kann eine zeitlich begrenzte Auszeit notwendig werden und sehr hilfreich sein. 

Zielgruppe

Die Massnahme richtet sich vorwiegend, aber nicht nur an Jugendliche der Klassen 7-9,

  • bei denen über einen längeren Zeitraum erheblich störendes oder grenzverletzendes Verhalten auftritt,
  • deren Teilnahme am Unterricht aktuell nicht förderlich möglich ist,
  • bei denen das Lernumfeld beeinträchtig wird und produktives Lernen somit nicht mehr gewährleistet werden kann,
  • bei denen andere pädagogische Massnahmen ausgeschöpft wurden.

Prozess

Voraussetzungen:

  • Anmeldung via Formular 
  • Kostengutsprache
  • evtl. Schnuppertag

Ablauf

  • Arbeitseinsätze von MO-FR; 7h/d
  • Klare Arbeitsanweisungen
  • Begleitung des Arbeitsprozesses durch Bezugsperson im Betrieb
  • Tägliche Kurzreflexion durch die Jugendlichen 
  • Wöchentliche Rückmeldung  durch den Partnerbeitrieb 
  • Arbeitsbeurteilung am Schluss des Einsatzes durch den Partnerbetrieb 

Dauer und Organisation 

Dauer

  • Zeitlich begrenzt (1- max. 4 Wochen)
  • Klar definierte Dauer (Start & Ende)
  • Regelmässige Überprüfung des Entwicklungsstands 
  • Strukturierter Tagesablauf: 7h

Organisation

Unterstützender Rahmen

  • Alternativer Lern- und Betreuungsort
  • Partner/Angebote in unterschiedlichen Bereichen
  • Bezugsperson im Betrieb

Inhaltlicher Rahmen

  • Erledigen von klar definierten Arbeitsaufträgen
  • Regelmässige Reflexionsgespräche über klar definierter Ziele 
  • Formulieren von Tages- und/oder Wochenzielen durch den/die Jugendliche

Über Atempause mit Perspektive

Philosophie/Werte

  • Unterstützung statt Strafe
  • Beziehung vor Massnahme
  • Entwicklung statt Ausschluss
  • Transparenz und Engagement aller Beteilig

 

Wer sind wir?

Koordinator

Bruno Reinert (1964) aus Emmenbrücke
Primar- und Sekundarlehrer
ehem. Berufsintegrationscoach und Lehrperson am Brückenangebot des Kanton Luzern
Mediator 
MA in Interkultureller Kommunikation und Führung

Stellvertretung:

Irene Bieri-Steffen (1967) aus Luzern
Sozialpädagogin
Leiterin schulische Tagesstruktur 

Die persönliche Entwicklung im Fokus

Wir glauben an die Fähigkeit und die Bereitschaft der Jugendlichen zu wachsen und sich zu verändern. Mit diesem Angebot kann herausforderndes Verhalten gedämmt und somit der Weg für eine gelingende berufliche Zukunft begünstigt werden.

– Anna M., Schülerin

– Sandro K., Schüler

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